Kreis Viersen: Videodolmetschen für Gespräche im Rahmen des ProstSchG (rp-online.de)

Kreis Viersen. Seit dem 1. Juli nutzten 95 Männer und Frauen das Angebot im Gesundheitsamt des Kreises Viersen
In den ersten drei Monaten meldeten sich nur wenige Prostituierte im Gesundheitsamt des Kreises Viersens. „Ab Oktober ist die Nachfrage nach Beratungsterminen dann sprunghaft gestiegen“, sagt Amtsleiterin Martina Kruß. Seit dem 1. Juli bietet die Behörde die Gesundheitsberatung für Prostituierte an. „Der zeitliche und organisatorische Aufwand sind wesentlich höher, als wir gedacht haben“, sagt Kruß.
Prostituierte, die jünger als 21 Jahre sind, sollen mindestens alle sechs Monate zur Beratung – ältere mindestens alle zwölf Monate. Danach bekommen sie eine Bescheinigung, die sie bei der Arbeit mitführen müssen. Einige Themen, die besprochen werden, seien vom Gesetz vorgegeben, erläuterte Kruß: Krankheitsverhütung, Empfängnisregelung, Schwangerschaft, Risiken des Alkohol- und Drogenmissbrauchs. Die Gespräche würden vertraulich geführt, es sei höchstens bei Bedarf ein Dolmetscher dabei oder werde mittels Videodolmetschen eingebunden. Unter anderem für Bulgarisch, Chinesisch, Polnisch, Thailändisch und Türkisch wurden bisher Sprachmittler gebraucht. Weiterlesen