Als einer der ersten Anwender des Videodolmetschsystems im Zuge des Pilotprojekts „Videodolmetschen im medizinischen Bereich der Justizanstalt Wien-Josefstadt“, profitiert das gesamte ÄrztInnenteam von den qualitativen Vorteilen des Systems. Nicht nur, dass innerhalb kürzester Zeit die geeignete Sprachübersetzung zur Verfügung steht und die PatientInnen komplikationslos exploriert werden können, ist auch der Workflow durch dieses Medium hochgradig beschleunigt, dies eben durch Wegfall der bisherigen Gegebenheiten mit extern zu bestellenden DolmetscherInnen und deren ökonomischen und zeitlichen Nachteilen. Mit dieser Leistung ist eine standardisierten Anamneseerhebung und sprachbarrierebefreite Untersuchung von PatientInnen gelungen. Das Videodolmetschen findet mittlerweile im ambulanten und stationären Bereich ihre Anwendung und ist, bei über 60 Ethnien im Hause, eine nunmehr unabdingbare Vorgehensweise.

Mag. Claudia Mika, Abteilung für Vollzug und Betreuung im Strafvollzug

Projekt Info

Der Straf- und Maßnahmenvollzug in Österreich fällt in die Zuständigkeit des Bundes. Dem Bundesministerium für Justiz obliegt als oberste Vollzugsbehörde die strategische Planung und Steuerung sowie die oberste Leitung des Straf- und Maßnahmenvollzugs. Zur Unterstützung und Beratung des Bundesministers für Justiz ist im Bundesministerium für Justiz eine eigene Abteilung für den Strafvollzug eingerichtet.

Mittels Videodolmetschen soll einerseits eine Erleichterung der Arbeitsabläufe und eine Vereinfachung der Kommunikation mit nicht deutschsprachigen Personen erreicht werden. Darüber hinaus sollen allfällige rechtliche Risiken in der medizinischen Behandlung vermieden werden.

Videodolmetschen

  • Seit: November 2014
  • Eingesetzte Hardware: Cisco DX80
  • Infrastruktur: LAN